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Saarland ohne Kohle? Nein Danke!
Jahrhunderte hat der Kohlebergbau für Wohlstand und Arbeitsplätze gesorgt. Keine Feier ohne das Steigerlied. Plötzlich sind die Kumpels die Schmuddelkinder der Nation. Ist das richtig? 1973 gab es den ersten Energiepreisschock. Energie verteuerte sich dramatisch. Es gab Sonntagsfahrverbote. Fünf Jahre später der nächste Ölpreisschock. Rohöl wurde künstlich knapp gehalten, um hohe Preise zu erpressen. Heute lesen wir ohnmächtig die täglich steigenden Preise an den Tankstellen ab. Ein Anruf beim Heizölhändler ist ein Alptraum. 1978 hatte Kanzler Schmidt ein Rezept parat. Der Saarbergbau sollte die Kohleförderung auf 15 Mio. Tonnen Steinkohle steigern. Nationale Energieversorgung aus heimischer Steinkohle hatte absolute Priorität, um von Ölimporten unabhängig zu werden. Tausende von Neubergleuten und Auszubildende wurden bei Saarberg angestellt und ausgebildet. Junge Menschen, die die Ärmel hochkrempelten, um die Energieversorgung zu sichern. Das „Faustpfand“ Steinkohle wurde vor 30 Jahren genutzt, um der Preistreiberei der Öl-Multis entgegen zu wirken. Heute wird auf die Kohle mit dem Schmuddelfinger gezeigt und Bergleute werden lautstark beschimpft. Die Diskussionen über Subventionen, Auslaufbergbau oder das Ende der Kohleförderung in Deutschland werden täglich, mit mehr oder weniger Sachverstand neu entfacht. Dies alles auf dem Rücken der Bergleute, die vor 30 Jahren die Ärmel hochgekrempelt haben: Demütigung pur. Wie ist die energiepolitische Situation? Der Ausstieg aus der Atomkraft wurde ideologisch verordnet. Die hoch subventionierten Windmühlen liefern wenig und teure Energie. Andere günstige und ertragreiche Energiequellen sind nicht in Sicht. Wir wollen, dass weiterhin Steinkohle gefördert wird. Kohle ist unsere einzige und wichtige Energiereserve. Die Sicherheit von Leib und Leben der Menschen und ihrer Häuser haben absoluten Vorrang und dürfen nicht gefährdet werden. Wo soll die Kohle für die Kraftwerke im Saarland herkommen? Wie wollen wir den Energiebedarf künftig decken? Wenn das letzte Bergwerk geschlossen ist, werden wir erleben, was Energie kostet. Atomstrom kommt aus Cattenom. Die Ölmultis erpressen uns mit Preisforderungen. Schröderfreund Putin hat die Hand am Gashahn, den er jederzeit abdrehen kann, wenn er mehr „Kohle“ will. Putin hat dies schon oft demonstriert. Die Rechnung für unsere „Kohlepolitische Dummheit“ werden wir teuer bezahlen. Wenn wir in der Zukunft einen kalten Hintern haben, werden wir uns mit Wehmut an das Arschleder der Bergleute erinnern und uns fragen, wo die „Kohle“ herkommen soll. Wir sitzen auf 400 Jahren Energiepotenzial Kohle. Diesen Schatz müssen wir pflegen, sorgsam heben, aber keinesfalls absaufen lassen.
Ein herzliches energiepolitisches „Glück Auf!“
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